Gestaltung, die Ihre Haltung sichtbar macht.
Farbe, Schrift und Bildsprache wirken im Zusammenspiel. Entwickeln Sie ein System, das im Alltag funktioniert.

Typografie: Hierarchie vor Vielfalt
Starten Sie mit einer gut lesbaren Textschrift und einer ergänzenden Überschriftenschrift. Definieren Sie Größen für Titel, Zwischenüberschriften, Fließtext und Bildunterschriften. Testen Sie lange deutsche Wörter, Umlaute und Zahlen. Eine kleine Schriftfamilie mit klaren Regeln reicht oft aus.
Farbpalette: Rollen statt Lieblingsfarben
Bestimmen Sie zuerst Hintergrund, Text, Akzent und neutrale Flächen. Die Journal-Palette nutzt Graphit für Text, Weiß und Elfenbein für Flächen sowie Olive als Akzent. Prüfen Sie jede Text-Hintergrund-Kombination auf Kontrast. Farbe allein darf keine wichtige Information vermitteln.
Bildsprache: ein wiedererkennbarer Blick
Legen Sie Licht, Perspektive und Motivwahl fest. Ruhiges Tageslicht und echte Arbeitsmaterialien erzeugen eine andere Wirkung als dynamische Reportagen. Sammeln Sie ein kleines, rechtmäßig nutzbares Moodboard und beschreiben Sie, was die Motive verbindet.

Logo-Grundlagen: auch klein erkennbar
Entwerfen Sie ein Zeichen zuerst einfarbig. Prüfen Sie es im Browser-Tab, auf einer Rechnung und auf einer Präsentation. Ein Wortzeichen braucht gute Abstände; eine Monogramm-Lösung muss ohne Erklärung unterscheidbar bleiben. Prüfen Sie vor Verwendung bestehende Rechte.
Brand Guidelines für den Alltag
Dokumentieren Sie Logos, Abstände, Farbwerte, Schriftlizenzen, Bildregeln und Tonalität. Ergänzen Sie Beispiele für erlaubte und ungeeignete Anwendungen. Eine kurze, gepflegte Anleitung ist hilfreicher als ein umfangreiches Dokument ohne klare Entscheidungen.
Social Media und Präsentationen
Gestalten Sie wenige Vorlagen für konkrete Zwecke: eine These, eine Anleitung, ein Projekteinblick. Berücksichtigen Sie sichere Textbereiche und lesbare Größen. In Präsentationen erhält jede Folie eine Kernaussage; Quellen und Bildnachweise bleiben nachvollziehbar.

